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zu den Fotos (2007-06-03 21:21)
Ausruestung 
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Wollte ich schon lange mal aufschreiben.

Hier werkelt eine Nikon D200 mit hauptsächlich drei Objektiven: einer Nikkor 50mm/1,8 Festbrennweite (für die Nachtaufnahmen), ein Nikkor 18-200/3,5-5,6 optisch stabilisiertes Zoom (die Sorglos-Immer-Drauf-Lösung) und ein Tokina 12-24/4 Weitwinkel (wenn es sich anbietet). In der Tasche ist noch eine Nikon D70, eine lange Geschichte, die ich an einem anderen Tag erzähle.

Stativ kann man vergessen, dass Schiff vibriert zu stark. Und für Langzeitbelichtungen bewegt es sich zu stark. Trotzdem liegt natürlich so ein Manfrotto-Dingens in meiner Kabine.

Aufnahmen sind immer im RAW/NEF-Format geschossen. Meist gleich eine Belichtungsreihe aus drei Bildern mit 0,-1,+1, gelegentlich auch nur 0,-0.7,+0.7. Macht 3 mal 15 MB pro Foto. Ich schiesse relativ viel, lieber was wegwerfen als was verpassen.

Zum Geo-Tagging wird schlicht der Garmin fotografiert. Damit ist es später leicht möglich, die Aufnahmen den Orten zuzuordnen.

Zwei Speicherkarten je 8 GB, die Bilder werden möglichst schnell von den Speicherkarten auf den Desktop des Notebooks übertragen (PTP). Dort werden sie in Ordnern abgelegt, deren Namen mit dem Datum beginnen, dann folgt der Ort, dann eine Reihe Stichwörter. Also z.B. “2007-05-15 Hamburg Ankunft Schiffsbegehung”.

Der Ordner wird komplett in das Archiv kopiert. Auf dem Desktop verbleibt der Arbeitsordern, der wird mit Irfanview gesichtet und der Bestand agressiv gelöscht. Übrig bleibt, was mir gefällt.

Diese Bilder ergeben die Galerien, sie sind in der Regel so, wie sie aus der Kamera kommen durch Adobe Lightroom gelaufen. Dort auf 1024 Pixel Breite und in JPEGs (beste Qualität) umgewandelt worden. Keine weiteren Einstellungen, kein Ausschnitt, normaler Lightroom-Prozess mit den Vorgabeparametern. Ich bin hier zum Urlauben… Ausnahmen nur, wenn unbedingt nötig (z.B. die Walbilder).

Panoramen sind mit Autopano Pro gemacht. Meistens aus Adobe Lightroom prozessten Vollformataufnahmen. Mit Paint Shop Pro wird dann die Größen angepasst und die Vorschau gebaut.

Lediglich die Bilder in den Artikeln sind fast immer irgendwie bearbeitet. Paint Shop Pro, oft entrauscht, fast immer unscharf maskiert und meistens zurecht geschnitten. Ganz selten ist die Farbe korrigiert worden.

 
Kameratasche? Kamerataschen! (2007-04-04 0:36)
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Die Qual der Wahl: Wo drinne die Ausrüstung aufbewahren? Alukoffer, Rucksack? Schultertasche? Tasche tragen oder lieber im Auto liegen lassen? Umpacken oder universal?

Und wenn, soll der Behälter dann laut schreiend FOTOAUSRÜSTUNG rufen? Oder eher die unauffällige, Diebe hoffentlich nicht so anziehende Lösung?

Gut, meine Eltern machten dankenswerterweise einen Selbstversuch: beim Gruppenurlaub in Rom hatten 9 von 40 Teilnehmern mit Diebstählen zu kämpfen. Damit scheiden Rucksäcke aus, wenn der im Gedränge auf dem Rücke angegriffen wird… selbst wenn der Inhalt nicht geklaut wird, so ist er doch aufgeschnitten.

Und Tamrac sowie Lowepro auch, da zu bekannte Markennamen. Billingham? Ich befürchte, dass Diebe schlau genug sind, auch Edelmarken zu erkennen. Ach ja, die beiden phetten NIKON-bestickten Schultergurt liegen im Karton. Sie sind sofort durch neutrale Tamrac Schultergurte mit Schnellverschlüssen ersetzt worden. Ausgesprochen praktisch, weil dann kann man den Gurt abnehmen. Und durch eine kleine Handschlaufe ersetzen. Oder in Innenräumen ganz ohne Gurt knipsen.

Die Wahl fiel daher auf Schultertaschen im Messengerstil mit Gurt quer drüber, damit er nicht von der Schulter rutscht. Unverzichtbar dabei ein solides Schulterpolster.

Und die Erkenntnis ist: eine Tasche reicht nicht. Hier also meine Dreistufenlösung.

Stufe I: Ich bin mehr durch Zufall an einen Crumpler Blunderbus Bag gekommen. Sehr preisgünstig. Das ist nicht die typische Fototasche mit dicker Polsterung sondern eher eine Girlie-Umhängetasche im verkleinerten MöchtegernfahrradkurierInnenstil. Vordere Tasche mit Reissverschluss, innen eine klettverschlossene Tasche und ein Stifteköcher. Bewährt sich hervorragend als Durchdiegegendlauftasche, wenn nur ein Objektiv mit muss. Als Schutz gegen raue Behandlung nur bedingt geeignet (dafür meine Universallösung: zwei Lagen Dampfsperre aus dem Teppichladen reingelegt), als Regenschutz brauchbar (keine “Ohren”).

Stufe II: Für unterwegs mit leichtem Gepäck, wenn mehrere Objektive mit dabei sein müssen, wenn ein Kompaktstativ gebraucht wird, der Blitz, gar zwei Blitze, womöglich noch ein Ladegerät oder Akkusätze, eben dann, wenn viel Krims und Krams mit soll, dafür fiel die Wahl auf einen Crumpler Bens Pizza XXXL. Geräumige Schultertasche. Einklettbare Trennwände, vorne eine große Tasche mit Klettverschluss, große Deckelklappe mit Klettverschluss und Schnellverschluss. Und natürlich den Prinz-Charles-Ohren als Regenschutz. Stabile Rechteckform, Kamera kann von oben reingestopft werden und auch schnell wieder rausgeholt werden.

Stufe III: Als “alles reinstopfen und aufbewahren”-Tasche gibt es die Crumpler December Quarter. Die ist so groß, dass man darin fast wohnen kann. Umhängetasche. Mit vielen Trennwänden zum Ankletten. Prinz-Charles-Ohren. Netztasche im Deckel. Notebookfach. Vorne zwei Reissverschlusstaschen. Eine davon mit Loch für Kabel. Große Überklappe. Platz für zwei Bodies, Monsterzoom, Zoom, nochn Zoom, vielen keinen Festbrennweiten. In Summe gesagt: dolles Ding. Solange man es nicht tragen muss. Daher wird sie wahrscheinlich auch nur zum Aufbewahren verwendet. Oder als Schutztasche für in den Koffer.

 
kurze Welle (2007-03-27 23:51)
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Damit ich gelegentlich mal Nachrichten hören kann. Da ich genug Festplatten mitnehme, ist die Musikversorgung nicht so das Problem. Nur zum Ende der Reise wird es möglicherweise enger werden, wenn die Musik Platz für die Fotos machen muss.

10 Euro.

 
Sensorreinigung (2007-03-16 18:42)
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Unter Eigentümern von Digitalkameras mit Wechselobjektiven das zweitliebste Thema: Sensorreinigung. Denn irgendwann gerät beim Wechsel der Optik ein Staubkörnchen mit rein. Und klebt dann auf dem Sensor. Mit Glück ist es wie in meinem Fall ein kapitaler Flusen.

Da kann man noch so vorsichtig sein. Und noch so geschickt die Kamera nach unten halten, den Ort wählen oder vorher feucht wischen.

Ebenso sicher wie dieses Unglück ist dann der Streit über die richtige Reinigungsmethode. Feucht oder trocken? Wenn feucht, dann mit Wasser oder Alkohol? Beides? Oder Spülmittel in destiliertes Wasser auflösen? Reinigungsstäbchen (die Wattedinger für die Ohren) oder lieber Sensorspachtel mit Tüchlein zweifelhafter Herkunft und Preisgestaltung?

Oder trocken? Mundgeblasen, mit Ohrenspritze oder Dosenluft? Oder ein Synthetikpinsel auf Milchquirl, der vorher durch heftiges Drehen statisch aufgeladen wird und Staub quasi aufsaugt?

Für mich ist es die Budgetlösung: Ohrenspritze und der Synthetikpinsel. Und wenn es denn mal wirklich sein muss, dann lieber der kostenpflichtige Service des Herstellers der Kamera, der für relativ wenig Geld auch noch ein paar Nebenleistungen erledigt. Und das angenehme Gefühl, dass es die Profis sind und die Kamera bei der Reinigung nicht beschädigen. Und wenn doch, dann zahlt er dafür.

Heute also einen Pinsel gekauft. Eigentlich sollte es ein Da Vinci Synthetics Junior werden, aber davor mußte ein Verkäufer gefunden werden. Mein Lieblingskünstlerbedarf hat kurzerhand die Tore geschlossen. Also zum nächsten Laden, der diesen Da Vinci auch nicht führt. Dafür eine Hausmarke, wie der Eigentümer vorträgt. Und dann wortlastig erklärt, dass er bereits einmal im Baadischen war, da, wo alle diese Pinsel hergestellt werden. Ein Hersteller fertigt alle Pinsel für alle Firmen. Nur die Stielfarben und Namen ändern sich. Worauf er sich korrigierte, es wäre nicht Baaden sondern Bayern und er wolle nicht den Zorn der Bayern auf sich ziehen.

Beim Pinsel wird dann fachgerecht der Stiel gekürzt und mit der Heissklebepistole in den Deckel einer Vitamintablettendose geklebt. Perfekt.

Und mein Flusen lies sich rauspusten. Mundgeblasen.

Tipp:

  • die Pinselspitze nur mit Wasser auswaschen
  • die Pinselspitze nicht mit den Fingern anfassen
  • nicht den Klebefilmtrick zum Entfernen loser Borsten verwenden
  • vor der Verwendung durch Anblasen mit der Ohrenspritze statisch aufladen
  • vorher die Ohrenspritze mit Wasser reinigen (Talkumreste entfernen)

7,55 Euro.

 


 
  
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